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Historie: Wie Rheinbrohl zum Wein kam
und zur Weinbergslage "Monte Jup"

Natürlich haben wir den Weinbau den Römern zu verdanken, die auch in der Ferne, weit weg von Rom, nicht auf das edle Getränk verzichten wollten und aus diesem Grunde Rebstöcke mit an den Rhein brachten und hier anpflanzten; denn es sollte Jahre dauern bis sie wieder in ihre Heimat zurückkehren konnten, viele blieben auch hier und gründeten Familien. Hier in Rheinbrohl sollte nämlich der Limes beginnen, der römische Grenzwall, der das große römische Reich gegen seine Feinde schützen sollte. Sogar Kaiser Hadrian (117 – 138), Herrscher des weltweiten Römischen Reiches, kam eigens von Rom an den Rhein, um persönlich das für die damalige Zeit gewaltige Bauwerk, den Grenzwall, zu besichtigen. Was lag näher, als dass man dem höchsten Gott, Jupiter, ein Dankopfer darbrachte! Dies geschah auf dem Monte Jup, der dem Ausgangspunkt des Grenzwalles am nächsten lag. Durch die Anwesenheit des Kaisers erlangte die Darbietung dieses Opfers erhöhte Bedeutung. Die Vorfahren der heutigen Bevölkerung von Rheinbrohl staunten nicht wenig, als sie von ferne sahen, wie sich Kaiser Hadrian, umgeben von zahlreichen Gefolgsleuten zur Opferstätte auf dem Monte Jup begab und wie bald nach Ankunft des Kaisers der Rauch des Jupiter-Dankopfers zum Himmel emporstieg. Nach der geschichtlichen Überlieferung stand auf diesem Berg ein Tempelchen, das Jupiter geweiht war. Hier brachten die Römer ihrem höchsten Gott Opfer dar. So ist es zu erklären, dass der Berg den Namen "Mons Jovis" = Jupiterberg erhielt. Von Mons-Jovis aber leitet sich die spätere Bezeichnung Monte Jup ab.

"Der nasse Zehnt"

Der Ausschank Rheinbrohler Weines in Kaiserswerth (Düsseldorf-Kaiserswerth) läßt jahrhundertealte, bis in die Zeit des Hl. Suitbertus zurückreichende Beziehungen Kaiserswerths zu Rheinbrohl wiederaufleben. In Rheinbrohl, wo der sich bis Regensburg erstreckende römische Grenzwall begann, wo noch heute die Weinlage "Monte Jup" von der römerzeitlichen Tradition des Rheinbrohler Weinbaus kündet, besaß das Kaiserswerther Stift einen eigenen Hof, das Patronatsrecht und das Recht auf den "Nassen Zehnt". Konkret bedeuten diese Rechte, dass der Stiftsdechant als Pfarrherr der Rheinbrohler St. Suitbertus Kirche einen Kaiserswerther Kanoniker zum Seelsorger in Rheinbrohl bestellte und das Kaiserswerther Stiftskapitel den zehnten Teil allen Weines aus dem Rheinbrohler Pfarrsprengel erhielt.